Die Ursprünge des Erfurter Rathauses reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Als Rathaus wurde es schriftlich erstmals im Jahr 1275 erwähnt. Nachdem es im Jahr 1830 abgerissen wurde, folgte im Jahr 1869 im Neugotiken Zeitgeschmack der Wiederaufbau. An den Wänden des Treppenhauses befinden sich Gemälde die Eduard Kämpffer in den Jahren 1889- 1896 malte. Darunter befinden sich Motive aus der Thüringer Sagenwelt, wie auch Bilder zu Faustüberlieferungen. Im Flur befinden sich Bildmotive zu Luthers Aufenthalt in Erfurt zwischen 1501 und 1511. Der Festsaal der in beeindruckenden Bildern die Geschichte Erfurts/ Thüringens zeigt, wurde ausgestaltet von dem Historienmaler Peter Theodor Janssen. Der bedeutende Vertreter der Düsseldorfer Schule arbeitete zwischen 1878- 1882 daran.
Folgende Werke befinden sich im Festsaal des Erfurter Rathauses:
- Bonifatius fällt eine dem heidnischen Kult geweihte Eiche im Erfurter Steiger
- Der heilige Martin, der Kinderkreuzzug und die heilige Elisabeth
- Heinrich der Löwe unterwirft sich im Jahre 1181 Kaiser Friedrich I. Barbarossa auf dem Reichstag in der Peterskirche zu Erfurt
- König Rudolf von Habsburg zerstört mit Hilfe der Erfurter Bürgerschaft die Burgen der Raubritter in Thüringen (1289/90)
- Die Universität Erfurt "Alma mater Erfordiensis" 1392 bis 1816
- Das "tolle Jahr" zu Erfurt (1509)
- Einzug des Kurfürsten von Mainz, Johann Philipp von Schönborn; Vollstreckung der Reichsacht gegen Erfurt im Jahre 1664
- Erfurt huldigt König Friedrich Wilhelm III. von Preußen; Abgeordnete des Adels, der Geistlichkeit, der Bürger und der Bauern leisten den Treueid im Jahr 1803
- Kampf der Erfurter gegen die Napoleonische Fremdherrschaft. Die Zerstörung des Napoleonobelisken auf dem Anger im Jahre 1814
- An der Decke umrahmen reiche Holzschnitzereien das Stadtwappen, den roten Schild mit dem silbernen sechsspeichigen Rad.
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